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Ob man Stefan Temmingh als „Nachfolger von Frans Brüggen“, als „Faun mit der Blockflöte“ oder als „Revolutionär auf seinem Instrument“ bezeichnet – eins ist klar: der Südafrikaner, der 2016 mit dem ECHO Klassik als Instrumentalist des Jahres (Flöte) ausgezeichnet wurde, gehört zur Weltspitze auf der Blockflöte.

Ein Blick auf seine Projekte und Diskographie zeigt, dass hier ein Künstler am Werk ist, der nicht nur wiederholt, sondern neue Traditionen schafft und Maßstäbe setzt. Bereits mit seinem ersten Album „Corelli à la mode“ gelang es ihm, die Grenzen von Repertoire und Klang zu sprengen: „Noch nie hat man von einer Blockflöte Töne gehört, die so mühelos und so differenziert auf der gesamten Bandbreite von Klangfarbe und Dynamik gespielt wurden.“ (Corriere della Sera). 2014 erschien bei SONY/dhm seine CD „Inspired by Song“ zusammen mit der Sopranistin Dorothee Mields und seinem Ensemble „The Gentleman’s Band“, die in der Kritikerumfrage des FONOFORUM mehrfach unter den TOP 10 CDS 2014 aufgeführt wurde. Als zweites Projekt mit Dorothee Mields ist seit 2015 die CD „BIRDS“ (ebenfalls SONY/dhm) auf dem Markt, bei der sich alles um Vögel in der Barockmusik dreht. Diese Einspielung war der Auslöser für die Verleihung des ECHO Klassik und wurde von fast allen großen deutschen Rundfunkanstalten als CD-Tipp gesendet. 2016 erschien seine nächste CD „Bach & Hasse“ mit dem Countertenor Benno Schachtner. 2017 hat Stefan Temmingh mit Capricornus Consort Basel die kompletten Blockflötenkonzerte von Antonio Vivaldi eingespielt, wofür er 2018 mit einem International Classical Music Award, der Editor’s Choice des Gramophone Magazine und dem französischen Diapason d’or als „die neue Referenz für dieses Repertoire“ (Diapason) ausgezeichnet wurde.

Als Spezialist für Alte Musik beherrscht Stefan Temmingh natürlich die komplette Originalliteratur für Blockflöte. Er tritt international als Kammermusiker und mit seinem Barockensemble auf, z. B. beim Bachfest Leipzig, den Bachwochen Thüringen, den Händelfestspielen Halle, dem Mosel Musikfestival, bei Oude Muziek Utrecht sowie bei diversen Festivals und Konzertreihen in ganz Europa, Asien und Afrika. Als Solist gastiert Stefan Temmingh mit Barock-, Kammer- und Sinfonieorchestern, z.B. mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, dem Estonian National Symphony Orchestra, den Bochumer Symphonikern, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem WDR Funkhausorchester, der Hong Kong Sinfonietta, dem Cape Philharmonic Orchestra Kapstadt oder bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen.

Stefan Temminghs Engagement reicht von Alter bis hin zu Neuer Musik. Regelmäßig spielt er barocke Concerti sowie Uraufführungen zeitgenössischer Blockflötenkonzerte, die er selbst bei den Komponisten in Auftrag gibt. Immer wieder übernimmt er seit 2015 auch die Leitung seiner Orchesterkonzerte und -projekte.

Geboren in Kapstadt, stammt Stefan Temmingh aus einer südafrikanisch-holländischen Musikerfamilie und lebt heute in München. Dort nahm er Unterricht bei Markus Zahnhausen, gefolgt von einem Studium bei Prof. Michael Schneider in Frankfurt. 2008 wurde er mit dem Stipendium der Stadt München für Neue Musik ausgezeichnet. Seit 2010 hat er einen Lehrauftrag an der Münchner Musikhochschule.


Kurzbiografie
Der Südafrikaner Stefan Temmingh, ECHO-Preisträger 2016 als Instrumentalist des Jahres (Flöte), gehört zur Weltspitze auf der Blockflöte und lebt in München. Ein Blick in seine Diskographie zeigt, dass hier ein Künstler am Werk ist, der nicht nur wiederholt, sondern neue Traditionen schafft und Maßstäbe setzt. Bereits mit seinem hochgelobten Debüt „Corelli à la mode“ gelang es ihm, die Grenzen von Repertoire und Klang zu sprengen. Seine CDs mit der Sopranistin Dorothee Mields „Inspired by Song“ und „BIRDS“ (beide SONY/dhm) wurden von der Presse bejubelt, vielfach ausgezeichnet und führten 2016 zur Verleihung des renommierten ECHO Klassik. Seine neue Vivaldi-CD wurde 2018 mit einem International Classical Music Award, der Editor’s Choice von Gramophone und dem Diapason d’or als „die neue Referenz für dieses Repertoire“ (Diapason) ausgezeichnet.

Als Spezialist für Alte Musik tritt Stefan Temmingh international bei renommierten Festivals und Konzertreihen mit seinem Barockensemble „The Gentleman’s Band“ auf. Als Solist gastiert er mit verschiedenen Barock-, Kammer- und Sinfonieorchestern in Europa, Asien und Afrika, die er teilweise auch selbst leitet. Er initiiert und beteiligt sich auch an diversen Projekten und Uraufführungen von Neuer Musik. Immer wieder wird er mit dem legendären Frans Brüggen verglichen.